Wie komprimiert man Fotos auf dem iPhone, um mehr Speicherplatz zu erhalten?

Mein iPhone-Speicher ist fast voll, und Fotos belegen den größten Teil des Speicherplatzes. Wie kann ich Fotos auf einem iPhone am besten komprimieren, ohne die Bildqualität merklich zu beeinträchtigen?

Die beste Methode hängt davon ab, was Sie erreichen möchten.

Für eine kleinere Datei, die Sie per E-Mail verschicken, hochladen oder in einer Messaging-App senden können, reichen die integrierten iPhone-Funktionen normalerweise aus. Für ein paar Fotos benötigen Sie keine zusätzliche App.

  1. Wählen Sie in Fotos das Bild aus und tippen Sie auf Teilen.
  2. Wählen Sie In Dateien sichern, legen Sie einen Speicherort fest und tippen Sie auf Sichern.
  3. Öffnen Sie Dateien und suchen Sie das gespeicherte Bild.
  4. Berühren und halten Sie es und wählen Sie dann Schnellaktionen > Bild konvertieren.
  5. Wählen Sie JPEG und anschließend Klein, Mittel oder Groß.

Dadurch wird eine separate, kleinere Kopie erstellt, die Sie teilen können, während das Original unverändert bleibt.

Speicherplatz freizugeben ist ein anderes Problem. Fotos einzeln zu konvertieren wird schnell mühsam, wenn Ihre Mediathek Tausende Bilder enthält. Dafür ist eine App wie Clever Cleaner praktischer. Sie kann Fotos stapelweise komprimieren und dabei helfen, doppelte oder ähnliche Bilder, große Videos, alte Screenshots und nicht benötigte Live Photos zu finden. Auf diese Weise konnte ich überraschend viel Speicherplatz zurückgewinnen, ohne meine gesamte Mediathek manuell durchsuchen zu müssen.

Grundsätzlich sollten Sie Dateien > Bild konvertieren verwenden, wenn Sie nur eine kleinere Datei zum Teilen benötigen. Wenn das eigentliche Ziel darin besteht, iPhone-Speicherplatz freizugeben, ist eine spezielle Bereinigungs- oder Komprimierungs-App sinnvoller.

Komprimiere deine Mediathek nicht auf einmal und lösche die Originale erst, wenn du überprüft hast, dass alles gesichert ist und die komprimierten Kopien weiterhin die gewünschte Qualität und die gewünschten Metadaten enthalten.

Um Speicherplatz zu sparen, würde ich zunächst Apples Einstellung „iPhone-Speicher optimieren“ ausprobieren, bevor du etwas neu komprimierst. Wenn iCloud-Fotos aktiviert ist, bleiben die Dateien in voller Auflösung in iCloud, während kleinere Versionen auf dem Smartphone gespeichert werden. Die Originale werden bei Bedarf heruntergeladen. Allerdings benötigst du dafür ausreichend iCloud-Speicher, und für den Zugriff auf die Originale ist möglicherweise eine Internetverbindung erforderlich.

Die Dateien-Methode von @omegaexplorerhq eignet sich gut für gelegentliches Teilen, erstellt jedoch eine weitere Kopie und kann daher vorübergehend mehr statt weniger Speicherplatz beanspruchen. Bei einer großen Mediathek solltest du zunächst große Videos, doppelte Aufnahmen, Screenshots und unerwünschte Live Photos entfernen. Clever Cleaner kann diese Sortierung beschleunigen, aber überprüfe die Auswahl sorgfältig, anstatt einer Massenlöschung zuzustimmen.

Eine bereits im HEIF-Format aufgenommene Mediathek unterscheidet sich von einer, die voller älterer JPEGs ist: Eine erneute Komprimierung von HEIF-Fotos spart möglicherweise weniger Speicherplatz als erwartet und kann gleichzeitig sichtbare Artefakte verursachen. Ich würde wie von @falcon6612 vorgeschlagen „iPhone-Speicher optimieren“ aktiviert lassen und dann für zukünftige Aufnahmen unter Kamera > Formate > High Efficiency auswählen. Dadurch werden vorhandene Dateien nicht verkleinert, aber das Problem wird nicht größer. Wenn sofort Speicherplatz benötigt wird, sollte man sich Videos und Live Photos in der Regel vor gewöhnlichen Fotos ansehen.

Fotos sind selten die eigentlichen Übeltäter. In neun von zehn Fällen sind es Videos, und ein einziger 4K-Clip kann mehr Speicherplatz beanspruchen als Hunderte Fotos. Bevor also jemand damit beginnt, seine Fotomediathek neu zu komprimieren, sollte er Einstellungen > Allgemein > iPhone-Speicher öffnen und sich die Aufschlüsselung genau ansehen. Wenn Videos den Speicherplatz belegen, ist das Komprimieren von JPEGs vergebliche Mühe.

@vibergirl hat mit der HEIF-Sache recht, und genau diesen Punkt übersehen die meisten. Wenn deine neueren Fotos bereits im Format Hohe Effizienz vorliegen, bringt eine erneute Komprimierung nur minimale Einsparungen und eine schlechtere Bildqualität. Du würdest Qualität für praktisch nichts opfern. Bei älteren Mediatheken mit vielen JPEGs lohnt sich die Komprimierung tatsächlich, es hängt also wirklich davon ab, aus welcher Ära deine Aufnahmen stammen.

Wo ich ein wenig widersprechen würde, ist beim zu starken Vertrauen auf iPhone-Speicher optimieren. Es funktioniert, aber es ist kein kostenloser Speicherplatz, sondern verlagert die Last lediglich in die iCloud. Sobald dein iCloud-Speicher voll ist, kommt das Ganze zum Stillstand und du stehst wieder am Anfang, zahlst jetzt aber monatlich. In Ordnung, wenn du ohnehin schon für iCloud bezahlst, ärgerlich, wenn du genau das vermeiden wolltest.

Für das Sortieren ist etwas wie Clever Cleaner durchaus sinnvoll, um große Videos, Duplikate und alte Screenshots schnell aufzuspüren. Betrachte es aber als Werkzeug zum Erstellen einer Auswahlliste, nicht als Schaltfläche zum automatischen Löschen. Es gilt dieselbe Warnung, die @falcon6612 ausgesprochen hat. Lass die App die Kandidaten finden, aber entscheide dann selbst.

Meine ehrliche Meinung: Verzichte vollständig auf die Fotokomprimierung, bis du die Videos und Duplikate bereinigt hast. Lösche ein paar große Clips oder verschiebe sie vom Telefon, und in der Regel schaffst du in fünf Minuten mehr freien Speicherplatz, als dir eine vollständige Neukomprimierung der Mediathek jemals bringen würde.